| Abstract |
Kurzfassung
Die Hochlagenaufforstung Haggen befindet sich an einem lange Zeit entwaldetem
SSW Hang in 1720 bis 2000 m Seehöhe im Sellraintal/Tirol/Zentralalpen. Sie
umfaßt nebeneinanderliegende Parzellen von 6-bis 34-jährigen Zirben
(Pinus cembra), Fichten (Picea abies) und Lärchen (Larix decidua) als
wichtigste Baumarten subalpiner Schutzwälder, zusätzlich Spirke
(Pinus uncinata) und natürliche Vorkommen der Bärentraube
(Arctostaphylos uva ursi). Ektomykorrhiza-Typen (Ektomykorrhiza vergleichbarer
morphologischen Ausbildung) sowie das Pilzvorkommen dieser Bestände wurden
1996/97 in Bezug auf Häufigkeit, Verteilung und sukzessive Abfolge
registriert.
Insgesamt wurden 79 Ektomykorrhiza-Typen unterschieden, davon sind 61 an nur
eine Baumart gebunden, während von 100 festgestellten Pilzarten 33 als
Ektomykorrhiza-Bildner und nur zwölf davon als spezifisch für eine
Baumart bekannt sind. Ihre Verteilung ist durch die Vegetation der
Kleinstandorte und das Baumalter beeinflußt. Aufgrund von Vergleichen mit
Daten aus anderen Waldbeständen kann die Vielfalt der pilzlichen
Komponente als hoch bewertet werden.Bei Zirbe konnten sich die im Anzuchtgarten
durch Impfung induzierten Knollenmykorrhizen der Zirbenröhrlinge
ausbreiten. Diese haben mit 24% einen hohen Anteil an der pilzlichen Biomasse
von durchschnittlich 260 g Trockengewicht(TG)/100 m2. Bestände der
Bärentraube, in welchen sowohl Mykorrhizen als auch Fruchtkörper von
Ektomykorrhiza-Pilzen festgestellt wurden, entsprechen einem Reservoir aus
Zeiten früherer Bewaldung.
Schlagwörter
Zentralalpen, Hochlagenaufforstung, Ektomykorrhiza, Pilze
|