Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald (BFW) - Index
Institut für Waldinventur
Leiter: Dr. Klemens Schadauer English
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Aufgaben

Die Österreichische Waldinventur (bis 1990 Forstinventur) führt seit 1961 auf einem systematischen Stichprobennetz Erhebungen im österreichischen Wald durch. Dabei werden einerseits Ressourcen für den Rohstoff Holz festgestellt, andererseits Zustand und Veränderungen im "Ökosystem Wald" beschrieben.

Neben ökonomischen Kennzahlen werden schwerpunktmäßig auch ökologische Parameter erhoben. Die Ergebnisse der Waldinventur dienen als Grundlage für forstpolitische Entscheidungen und werden für zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen verwendet.

Die Arbeitsschwerpunkte sind:

  • Organisation und Durchführung der Felderhebung unter Einbeziehung von Qualitätskontrollen
  • Einsatz von Datenbanken für die Datenhaltung und Auswertung
  • Entwicklung moderner Präsentationstechniken zur Darstellung und Interpretation der Ergebnisse (unter Mithilfe der EDV-Abteilung)
  • Wissenschaftliche Aufbereitung und Publikation fachlicher Detailergebnisse
  • Entwicklung statistischer Auswertungsalgorithmen

Die Hauptergebnisse der Inventurperiode 2000/02 liegen vor.


Abteilungen

Kontakt

Seckendorff-Gudent-Weg 8, A-1130 Wien
Tel. +43-1-878 38 / 1225
Fax +43-1-+43-1-878 38 /1250
Email: klemens.schadauer@bfw.gv.at

Aus der Forschung


Waldwachstumssimulator

Aus den permanenten Aufnahmen der Perioden 1981/85, 1986/90 und 1992/96 wurde am Institut für Waldwachstumsforschung der Universität für Bodenkultur ein abstandsunabhängiger Einzelbaumsimulator entwickelt. Dieser Wachstumssimulator wurde bei der Holzaufkommensprognose eingesetzt.


Holzaufkommensprognose

Aus den Daten der Österreichischen Waldinventur 1986-1990 wurde als Auftragsarbeit des Fachverbandes der Sägeindustrie gemeinsam von der Forstlichen Bundesversuchsanstalt und der Universität für Bodenkultur eine CD-ROM "Holzaufkommen in Österreich" erarbeitet.

Sie liefert Aussagen über den aktuellen Bestand der Ressource Holz und Prognosen über das Aufkommen und den Zuwachs in Österreich für die nächsten 20 Jahre.

Bestellungen:
Fachverband der Österreichischen Holzindustrie
Tel. +43-1-712 04 74 -0
Fax +43-1-713 10 18
Kosten:
CD-ROM: öS 4920,--
Diskette: öS 5620,--


Hemerobie des österreichischen Waldes

Das Projekt "Hemerobie des österreichischen Waldes" beantwortete die Frage "Wie natürlich ist der österreichische Wald?"

Das Institut für Waldinventur arbeitete bei diesem Forschungsprojekt der Akademie der Wissenschaften und der Universität Wien unter der Leitung von Univ. Prof. Dr. Georg Grabherr maßgeblich mit. Die Waldinventur stellte ihre Daten zur Verfügung, die Felderhebungen wurden auf ausgewählten Waldinventur-Probeflächen durchgeführt. Für die Naturnähebewertung wurde ein Katalog von 122 natürlichen Waldgesellschaften in Österreich entwickelt.

Die probeflächenbezogenen Hemerobieergebnisse bedeuten einen erheblichen Informationszuwachs für die Waldinventur. Im Rahmen der derzeit laufenden Auswertungen der ÖWI 2000/2002 werden Aussagen zur Biodiversiät im österreichischen Wald unter Einbeziehung der Ergebnisse des Hemerobieprojektes ausgearbeitet.


Eichen Reservat  
Eichen-Reservat

Naturwaldreservate

Projekt Nr. 2002-10, 2002-13, Projektleiter Dr. Georg Frank

Mit der Unterzeichnung der Resolutionen der Ministerkonferenz zum Schutze der Wälder in Europa 1993 in Helsinki hat sich Österreich verpflichtet, ein Netzwerk von Naturwaldreservaten einzurichten.
Die Forstliche Bundesversuchsanstalt wurde mit der Konzeption, Durchführung und Forschungskoordination betraut.
Ziel des Projektes ist es, ein österreichweites Netz von Naturwaldreservaten zu schaffen, das für alle Waldgesellschaften repräsentativ ist und die bereits bestehenden Reservate einbezieht. Das Netz soll der Erhebung von Grundlagen für die Weiterentwicklung eines ökologisch orientierten naturnahen Waldbaus dienen, zur Erhaltung der für die betreffende Waldgesellschaft typischen Biodiversität beitragen, Basis für Grundlagenforschung und angewandte Forschung sein und unter besonderen Voraussetzungen auch Bildungsaufgaben erfüllen.
Derzeit hat die Forstliche Bundesversuchsanstalt die Eignung gemeldeter Flächen als Naturwaldreservate zu beurteilen, diese einzurichten, eine waldökologische und waldbauliche Grundlagenerhebung durchzuführen, Forschungsprojekte zu betreuen und die Flächen langfristig zu warten.
Außerdem obliegt ihr die wissenschaftliche Betreuung in Übereinstimmung mit der Europäischen Forschungsaktion " Forschungsnetzwerk Waldschutzgebiete ". Die aktuelle Forschung in Naturwaldreservaten umfasst die Themenbereiche: Waldentwicklung, Störungsökologie, Verjüngungsökologie, Bodenökologie. Naturwaldreservate stehen für Forschungszwecke auch Universitäten und Forschungseinrichtungen außerhalb der FBVA zur Verfügung.



Dienstleistungen

Datenbanken

  • Waldinventur-Datenbank: Für alle Erhebungsperioden ab 1961 liegen die Aufnahmen in Form von Datenbanken vor (Dr. Klemens Schadauer).
    Auf Anfrage sind Detailauswertungen möglich.
 

Kooperationen und Mitarbeit

International

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2004-08-20; Rückfragen: Klemens Schadauer Index | Waldinventur | Publikationen | Suche