| Das österreichische Naturwaldreservate-Programm | |
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Einführung Detailprojekte |
Geschichtliche EntwicklungIn Österreich werden seit Jahrzehnten Naturwaldreservate eingerichtet (Zukrigl, 1990, Mayer et al., 1987). Dieser Prozess wurde vor dem Jahr 1995 nicht als nationales Programm durchgeführt, sondern beruhte auf der Initiative weniger Wissenschaftler und der Universität für Bodenkultur in Wien. Derzeit wird an der Umsetzung des 1995 gestarteten „Österreichischen Naturwaldreservate-Programms“ gearbeitet. Dieses sieht den systematischen Aufbau eines repräsentativen Netzes von Naturwaldreservaten vor und kann als eine direkte Folge der Helsinki-Resolution H2, General Guidelines for the Conservation of the Biodiversity of the European Forests und der Umsetzung des Bergwaldprotokolls zur Alpenkonvention gesehen werden. Das Projekt Naturwaldreservate stellt dabei einen wesentlichen Beitrag zu einer Gesamtstrategie der Erhaltung und Verbesserung der biologischen Diversität der Wälder als Grundvoraussetzung für ihr nachhaltiges Bestehen und die Erfüllung ihrer Funktionen dar. Als Konsequenz aus den Vereinbarungen der Ministerkonferenz zum Schutze der Wälder in Europa wurde 1994 eine Arbeitsgruppe mit der Entwicklung eines Rahmenkonzeptes für die Einrichtung eines österreichweiten Netzes von Naturwaldreservaten betraut. Ganz bewusst wurden von Beginn an Interessensvertretungen der Waldeigentümer, in der Verwaltung tätige Forstleute, Forstwissenschaftler und Praktiker in den Prozess mit einbezogen. Mit der fachlichen Umsetzung dieses Programmes wurde das Bundesamt und Forschungszentrum für Wald betraut. Die administrative und finanzielle Abwicklung erfolgt durch das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft . Was sind Naturwaldreservate?Naturwaldreservate sind Waldflächen, die für die natürliche Entwicklung des Ökosystems Wald bestimmt sind und in denen jede unmittelbare Beeinflussung unterbleibt. Naturwaldreservate sind ein Beitrag zur Erhaltung der natürlichen Entwicklung der biologischen Diversität. Sie dienen der Forschung, der Lehre und der Bildung (Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft 1995: Forstliche Grundsätze des Bundes für die Einrichtung eines österreichweiten Netzes von Naturwaldreservaten).
Naturwaldreservate eignen sich besonders für langfristige waldökologische Grundlagenforschung, da die Dynamik dieser Waldökosysteme nicht durch anthropogene Einwirkungen überlagert wird. Unterschiedliche Reservate-TypenAus den bisherigen Erfahrungen und den Erfordernissen der wissenschaftlichen Betreuung ergibt sich folgende, keine Wertung beinhaltende, Typisierung der Naturwaldreservate: Standardreservate Standardreservate müssen eine ausreichende Größe aufweisen, um den vollständigen Waldentwicklungszyklus nachhaltig zu gewährleisten. Ein Monitoring-Grundprogramm, bestehend aus Vegetationskartierung und Stichprobennetz dient der langfristigen Beobachtung und Dokumentation der Waldentwicklung.
Schwerpunktreservate Schwerpunktreservate werden für besondere Waldstandorte und Waldgesellschaften eingerichtet. Sie eignen sich für spezifische Forschungsziele oder interdisziplinäre Forschungsprogramme. Dazu zählen auch Reservate, die sich für Informationseinrichtungen und für Maßnahmen der Besucherlenkung eignen.
Naturwaldzellen Naturwaldzellen sind eine Sonderform von Naturwaldreservaten. Sie sind in ihrer räumlichen Ausdehnung zu klein, um eine nachhaltig ausgeglichene Entwicklung aller Bestandesentwicklungsphasen zu gewährleisten. Sie dienen in erster Linie als charakteristische oder seltene Beispielsbestände der natürlichen Waldgesellschaften. Sie haben auch die Funktion der Vernetzung von Lebensräumen. Die Mindestgröße für Naturwaldzellen liegt bei rund 1 Hektar. Ziele des Projektes
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| Letzte Änderung: 22.05.2003 | Index | Waldbau | Publikationen | Suche |